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Brandeinsatz > Industriegebiet
F3
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Einsatzort Details

Wilstedt, Auf der Loge
Datum 19.11.2018
Alarmierungszeit 05:48 Uhr
Einsatzende 14:39 Uhr
Einsatzdauer 8 Std. 51 Min.
Alarmierungsart DME DL
eingesetzte Kräfte

FFw Zeven
    Rettungsdienst
      Polizei Zeven
        Kreisbrandmeister 99-01-01
          AL Zeven 99-03-21
            FFw Tarmstedt
              GemBM Tarmstedt 23-01-01
                FFw Wilstedt
                  FFw Vorwerk
                    FFw Buchholz (Tarmstedt)
                      DRK Einsatzzug Mitte
                        sonstige Kräfte
                        Fahrzeugaufgebot   LF 20/16  DLK 23/12  GW-N  RTW Tarmstedt  GemBM Tarmstedt mit PKW
                        F3

                        Einsatzbericht

                        Wilstedt (SB) Am Montag Morgen den 19.November 2018 um 5:47 Uhr wurden die Wehren aus Buchholz, Wilstedt und die Zevener Drehleiter mit dem Löschgruppenfahrzeug mit Vollalarm alarmiert. Als Einsatzstichwort lasen die Kameraden auf dem Digitalen Meldeempfängern: „F2 – brennt Dachstuhl einer Tischlerei.“ Die Einsatzkräfte machten sich sofort auf dem Weg zu der Straße -Auf der Loge. „Die Tischlerei brennt in voller Ausdehnung“ wurde beim Eintreffen als erste Rückmeldung an die Leitstelle gegeben. Darauf hin wurde das Einsatzstichwort auf Feuer 3 erhöht und es wurden auch die Wehren aus Tarmstedt und Vorwerk dazu gerufen.

                        Ein Innenangriff durch ein Trupp unter Atemschutz wurde zu Anfang noch versucht, musste aber kurze Zeit später abgebrochen werden, da sich das Feuer in der Zwischendecke im kompletten Dachstuhl ausgebreitet hatte. Parallel wurde das angrenzende Wohnhaus mit Riegelstellungen vor der Brandausbreitung geschützt. Es wurden zeitgleich mehrere C- und B- Rohre im Außenangriff, zum größten Teil von Trupps unter Atemschutz rund um dem Gebäude vorgenommen. Die Drehleiter baute sich zeitgleich vor dem Gebäude auf und begann über das Wenderohr mit den Löscharbeiten. Da die Wassermenge aus dem Hydrantennetz bei weitem nicht ausreichte, musste eine umfangreiche Wasserversorgung über lange Wegstrecke mit Schläuchen zum Regenrückhaltebecken (Dreiecksee) aufgebaut werden. Parallel wurde dort eine Absperrblase gesetzt um das Löschwasser im Abflusssystem aufzufangen.

                        Die Bewohner aus dem angrenzenden Wohnhaus, die gleich zum Einsatzbeginn evakuiert wurden, versorgte der Rettungsdienst und brachte sie zur Sichtung in Krankenhaus. Einige Kameraden lagerten ein paar Enten und Gänse um, die ihren Stall in der Nähe der Tischlerei hatten, um eine ruhigere Atmosphäre zu schaffen. Der Gerätewagen Logistik musste mit weiteren Atemluftflaschen zur Einsatzstelle bestellt werden. Der DRK Bereitschaftszug wurde ebenfalls zur Einsatzstelle geschickt und versorgten hier die Einsatzkräfte mit wärmen Getränken und Essen (Brötchen und später warme Speisen). Im Verlauf des Einsatzes wurde ein Vorrat an Schaummittel zur Einsatzstelle gebracht, da man die Löschtaktik umstellte. Ein massiver Schaumangriff wurde vorgenommen, über mehrere Schaumrohre von Außen und ein Schaumrohr von der Drehleiter, um die komplette Tischlerei mit einen Schaumwassergemisch zu fluten und einen schnelleren und effektiveren Löscherfolg zu erreichen. Dieses zeigte nach kurzer Zeit Erfolg.

                        Insgesamt kamen ca. 500 Liter Schaummittel zum Einsatz. Ein Saugwagen und ein Spülwagen einer Entsorgungsfirma nahm das angestaute Löschwasser auf. Der Stromversorger schaltete den Strom vom Gebäude ab und ein Notfallseelsorgeteam war ebenso vor Ort. Gegen 14 Uhr konnte dann „Feuer aus“ gemeldet werden und einige Wehren wurden von der Einsatzstelle entlassen. Die Nachlöscharbeiten und Aufräumarbeiten in einigen Bereichen besonders beim Spänebunker dauerten noch an. Ein Mitarbeiter vom Bauamt der Samtgemeinde schaute sich das Brandobjekt ebenfalls an. Gegen 17 Uhr konnte dann auch die Wilstedter Wehr zurück zum Feuerwehrhaus fahren und anfangen mit aufklaren der Einsatzmittel. Insgesamt waren 5 Feuerwehren mit über 90 Kameraden und 14 Feuerwehrfahrzeugen über 10 Stunden im Einsatz.

                        Um 18:30 Uhr machten sich nochmal einige Kameraden der Wilstedter Wehr zur Revision (Kontrolle) mit 2 Fahrzeugen auf. Dort wurde der Spänebunker nochmals mit über 3000 Liter Löschwasser geflutet. Um 20 Uhr konnten dann die letzten Kameraden auch nach über 14 Stunden nach Hause zu ihren Familien fahren. Die Polizei fing mit ihren Ermittlungen gleich morgens an, aber noch ist die Brandursache unklar.

                        Bericht:Feuerwehr Wilstedt

                        Fotos Feuerwehr Zeven und Wilstedt

                         

                        sonstige Informationen

                        Einsatzbilder